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Fehlerbehebung beim Wellenantrieb

Wenn bei einem Fahrrad mit Kardanantrieb ein Problem im Antriebsstrang auftritt, richtet sich der Blick oft auf die Antriebswelle. In der Praxis liegt die Ursache jedoch häufig eher in einer fehlerhaften Montage oder Einstellung als in der Antriebswelle selbst.
Wir empfehlen folgende Überprüfungen, um die Ursache des Problems zu ermitteln:
Überprüfen Sie, ob die Achsmuttern fest angezogen sind.
Sind die Achsmuttern etwas locker, verändert sich die Ausrichtung der Zahnräder. Falsch ausgerichtete Zahnräder können das Treten erschweren oder Vibrationen bzw. Resonanzen verursachen. Daher ist es unerlässlich, dass die Achsmuttern fest angezogen sind.
Überprüfen Sie die Getriebeeinstellung.
Die häufigste Beschwerde ist, dass die Pedale unter Belastung durchrutschen. Viele gehen davon aus, dass die Antriebswelle die Ursache ist, doch in den meisten Fällen sind die Gänge falsch eingestellt. Mit der Zeit kann sich sogar ein korrekt eingestelltes Schaltzugseil dehnen, wodurch sich die Gangabstimmung verändert. Wenn die Pedale durchrutschen, überprüfen Sie die Gangabstimmung.
Entfernen Sie das Hinterrad und drehen Sie die Antriebswelle.
Wenn Sie das Hinterrad abmontieren, können Sie überprüfen, ob sich die Antriebswelle leichtgängig dreht. Drehen Sie dabei die „ crank “ und nicht das Pedal: Auch die Pedallager können verschleißen und zu einem irreführenden Ergebnis führen. Eine leichtgängige Antriebswelle sollte keine wahrnehmbaren Klickgeräusche oder Vibrationen sowie keinen übermäßigen Widerstand aufweisen.
Überprüfen Sie, ob das Zahnrad an der Nabe korrekt montiert ist.
Vergewissern Sie sich, dass das Zahnrad gerade auf der Nabe montiert ist. Wenn es schräg sitzt, greift es auch schräg in das Zahnrad im Antriebswellengehäuse ein.
Bei 7- oder 8-Gang-Naben: Überprüfen Sie, ob die Kassettenverbindung korrekt montiert ist.
Achten Sie bei der Überprüfung der Kassettenverbindung auf zwei Dinge: ob der Sicherungsring fest sitzt und ob die Sicherungslaschen an der Nabe abgenutzt sind. Diese Laschen können sich abnutzen, da auf die Kassettenverbindung erhebliche Kräfte einwirken. Sind sie abgenutzt, sitzt die Kassettenverbindung nicht mehr fest und die Schaltung funktioniert nicht mehr einwandfrei.
Überprüfen Sie, ob die richtige Anzahl an Distanzscheiben an der Nabe angebracht ist.
Das Ausrichten der Zahnräder ist Präzisionsarbeit; manche Distanzscheiben sind nur 0,4 mm dick. Dies verdeutlicht, warum die korrekte Einstellung des Hinterrads so wichtig ist. Bei Wartungs- oder Reparaturarbeiten ist es unerlässlich, die Einstellung exakt beizubehalten und alle Distanzscheiben in ihrer ursprünglichen Anzahl wieder einzubauen.
Überprüfen Sie, ob sich die Nabe selbst leichtgängig drehen lässt.
Manchmal erhalten wir Fahrräder, bei denen die Nabe Spiel aufweist. In diesem Fall funktioniert die Nabe nicht mehr ordnungsgemäß. Dies kann zu Verschleiß führen und dazu, dass die Pedale unter Belastung durchrutschen.
Überprüfen Sie den Reifendruck.
Der Reifendruck ist einer der wichtigsten Wartungspunkte. Bei zu geringem Reifendruck lässt sich das Fahrrad deutlich schwerer treten, und es besteht ein erhöhtes Risiko für Reifenrisse.
Überprüfen Sie die inneren und äußeren Bremszüge auf Rost oder Risse.
Wenn die äußere Bremszughülle Risse bekommt, kann sie sich zersetzen und dazu führen, dass der innere Bremszug rostet. Ein rostiger innerer Bremszug kann klemmen, sodass die Bremse auch dann noch angezogen bleibt, wenn der Bremshebel nicht betätigt wird.
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